Kraftwärmekopplung

Bei der konventionellen Stromenergie wird die Primärenergie (Erdgas, Heizöl, Kohle, Uran, etc.) nur zu ca. einem Drittel genutzt. Das ist ungefähr so, als würden Sie einmal von einem Apfel abbeißen und den ganzen Rest wegwerfen. Das macht natürlich niemand. Doch bei der konventionellen Energieerzeugung passiert genau das: 2/3 der eingesetzten Primärenergie bleiben ungenutzt.

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung ist die Energieausnutzung wesentlich besser: Hier können Werte bis zu. 90 % Energieausnutzung erreicht werden. Und zwar geschieht dies durch eine simple aber clevere Idee: Die Abwärme, die bei der Kraftwärmekopplung zur Stromerzeugung anfällt, wird als Heizenergie genutzt.

Das macht den Einsatz von Kraftwärmekopplungsanlagen so effektiv: Ressourcen wie Erdöl, Erdgas und Kohle werden geschont - statt dessen kommen a) regenerative Energien wie z. B. Holz zum Einsatz und b) wird die Menge der verbrauchten Primärbrennstoffe auf ein Minimum reduziert. Dies führt dazu, das weit weniger CO2 freigesetzt wird. Aus diesem Grund gilt das Heizen mit einer Kraftwärmekopplungsanlage als besonders umweltfreundlich und nachhaltig.

Kraftwärmekopplung - Minikraftwerk

Wer kann Kraftwärmekopplungsanlagen einsetzen?

Grundsätzlich alle, die permanent Wärme oder Kälte brauchen, da eine Kraftwärmekopplungsanlage nicht nur zur Erzeugung von Wärme sondern auch zur Erzeugung von Kälte eingesetzt werden kann: Einsatzfelder sind schon heute:

  •  Private Immobilien (Ein- und Mehrfamilienhäuser, Bürohäuser, Kaufhäuser, Hotels usw.), die beheizt werden
  • Serverräume, „Cloud“-EDV-Verarbeitungszentren
  • Landwirtschaft, Gartenbau, Industrie- und Gewerbeunternehmen und -gebiete mit einem Prozesswärmebedarf bis 500 °Celsius
  • und weitere.

KWK-Kraftwerk ist nicht gleich KWK-Kraftwerk

Es versteht sich von selbst, dass das eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage für einen produzierenden Industriebetrieb anders aussehen muss, als die eines normalen Einfamilienhauses oder eines Mehrfamilienhauses. In kleinere Gebäuden kommen darum sog. Blockheizkraftwerke zum Einsatz - in Großunternehmen und Fernwärmeanlagen werden dagegen leistungsfähige Heizkraftwerke verwendet.

Förderung

Die Bundesregierung will im Rahmen der Energiewende die Nutzung der erneuerbaren Energien bis 2020 weiter erhöhen. Die Umrüstung auf eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage wird darum vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gefördert: Die Förderhöhe ist abhängig von der elektrischen Leistung der installierten Mini-KWK-Anlage und beginnt bei 1.500 Euro für eine Mikro-BHKW-Anlage mit 1 kW. Maximal kann die Fördersumme 3.500 Euro für ein Mini-BHKW mit 20 kW betragen.

Weitere Fragen zur Umrüstung auf eine Kraft-Wärmekopplungsanlage, zur Energieausnutzung in modernern Minikraftwerken, zu den Fördermöglichkeiten und allgemeine Fragen beantworten wir gern!

Einkaufen bei K+W

  • Heizungsanlagen und Bäder in Dülmen - K+W GmbH

   

Jetzt teilen:

Submit to FacebookSubmit to Twitter
  • Kraftwärmekopplungsanlage im Einfamilienhaus